Multimediagestalter/in EFZ

Titel: Multimediagestalter EFZ / Multimediagestalterin EFZ (BBT-anerkannt)
Option: eidgenössisch anerkannte gestalterische Berufsmaturität

Die Ausbildung zum Multimediagestalter EFZ bzw. zur Multimediagestalterin EFZ gehört zum Berufsfeld der digitalen visuellen Kommunikation. Multimediagestalter/innen widmen sich der Projektierung von Aufträgen sowie der Entwicklung und Realisierung von bedarfsorientierten Multimediakommunikationslösungen für werbetechnische, informative, institutionelle, kulturelle, pädagogische oder unterhaltende Zwecke.

Multimediagestalter/innen arbeiten mit digitalen Technologien. Sie nutzen Anwendungen zur Grafik- und Bildbearbeitung, audiovisuelle Medien, grafische Animationen, Video- und 3-D-Lösungen sowie Softwareprogramme und Computersprachen, die Interaktivität ermöglichen. Zu den von ihnen verwendeten Kommunikationsmedien zählen das Internet, Datenträger, interaktive Schnittstellen, Bildschirminstallationen und Bildprojektionen. Multimediagestalter/innen sind in der Lage, Bilder und Botschaften zu entwickeln. Ihre gute Allgemeinbildung und ihr Bestreben, neue Lösungen zu finden und umzusetzen, versetzen sie in die Lage, Multimediakommunikationslösungen auf Grundlage eines vorhandenen Bedarfs oder eines erteilten Auftrags entwickeln zu können.

Die vierjährige Ausbildung (dreijährige Ausbildung für Inhaber/innen einer Maturität oder eines gleichwertigen Abschlusses) wird im Rahmen einer schulischen Vollzeitausbildung an Berufsschulen absolviert und führt zum EFZ-Abschluss, wobei das letzte Lehrjahr ein einjähriges Betriebspraktikum vorsieht. Die Kurse orientieren sich an der beruflichen Praxis und haben die Form von Lehrwerkstätten, in denen Studenten an konkreten Projekten arbeiten. Das Ziel ist es, den beruflichen Alltag in den Mittelpunkt des Dialogs zwischen Lehrenden und Lernenden zu stellen. Aus diesem Grund ist auch die Mehrheit der Lehrkräfte der Schule selbst im Bereich der visuellen Kommunikation und der Multimediagestaltung tätig.

Ausbildungsangebot 2012 Informationen für Bewerber/innenAntrag auf Einschreibung für das Ausbildungsjahr 2012/2013

Zulassungsvoraussetzungen

  • Abschluss der obligatorischen Schulpflicht, Abschlusszeugnis für den vierjährigen Bildungsgang
  • eidgenössische Maturität oder gleichwertiger Abschluss für den dreijährigen Bildungsgang
  • Bestehen des Auswahlverfahrens, bestehend aus:
    Einreichen der Bewerbungsunterlagen
    Gespräch mit einer Jury
    Eignungstest

Anforderungen

  • Kreativität, Sinn für Ästhetik, Kunst und Grafik
  • Freude an der Lösung kniffliger Aufgaben und der Entwicklung von Projekten; Kommunikationsfähigkeit
  • logische und rasche Auffassungsgabe
  • gute Allgemeinbildung
  • Interesse an und Erfahrung mit Informatikwerkzeugen
  • Selbständigkeit, Interdisziplinarität, Anpassungsfähigkeit

Ausbildungsbereiche

  • visuelle Grundlagen: Zeichnungen, Skizzen, Farbe, Grafik, Typografie, Infografie, Fotografie, Ergonomie, Video
  • theoretische Grundlagen: Kunst und Kultur, zeitgenössische Kunst, Semiologie, Medien und Kommunikation, allgemeinbildender Unterricht
  • Entwicklung: Internetsprachen, prozedurale Programmierung, Flash, CMS, 2-D- und 3-D-Animation, Video, Drehen, Montage, Nachbearbeitung (After Effects), Ton, DVD
  • Ziel: Fallstudie, Projekte, Aufträge und Multimediaproduktionen
  • Praktika: während des letzten Ausbildungsjahres, im Betrieb oder in der Schule

Berufsaussichten/Berufsleben

Kommunikations-, Grafik-, Multimediaagenturen

Internet, Schnittstellendesign, Webseitenerstellung, Entwicklung von Rich-Internet-Anwendungen (RIA)

Verlagswesen, Marketing, Werbung

Medien, Presse, TV

Spiele, Lernspiele, Kunst und Kultur

freiberufliche Tätigkeit

Weiterbildung

Aufbaustudium an einer FH oder einer Hochschule für angewandte Kunst im Bereich der visuellen Kommunikation (Bedingung: eidgenössische Maturität)

Eidgenössische Fachausweise und Diplome

private betriebliche Ausbildungen im Bereich der Multimediagestaltung oder der Softwareentwicklung

Häufig gestellte Fragen zum Ausbildungslehrgang (FAQ)

Was ist das EFZ?
Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis, oder kurz EFZ, ist ein Ausweis, der Lernenden bei erfolgreichem Abschluss einer Lehre ausgestellt wird. Es bestätigt, dass der/die Inhaber/in dieses Ausweises eine Fachkraft in dem auf dem Zeugnis angegebenen Beruf ist, z. B. «Multimediagestalter EFZ / Multimediagestalterin EFZ».

Kann ich mich sowohl für das Propädeutikum «Visuelle Kommunikation» als auch für den Lehrgang «Multimediagestalter/in» anmelden?
Ja; es ist möglich, sich für beide Kurse einzuschreiben. Es gelten unterschiedliche Behandlungsfristen für die Zulassungsanträge zu diesen Kursen, so dass die Bewerbungen schubweise abgearbeitet werden können und die Einschreibung für die Kurse gestaffelt erfolgt.

Bieten Sie einen Bachelor-Lehrgang an?
Nein, das Ausbildungsangebot der eikonEMF-Abteilung beschränkt sich auf die berufliche Grundbildung (Sekundarstufe II). Wir bieten keine Kurse für die berufliche Fachbildung zur Erlangung von Bachelor- oder anderen Hochschulabschlüssen an.

Wie soll ich vorgehen, wenn ich bereits Seminare zu diesem Ausbildungsgang belegt habe?
Bitte setzen Sie sich mit uns in Verbindung, damit wir Ihre persönliche Situation prüfen können. Falls Sie bereits eine Ausbildung der Sekundarstufe II absolviert haben, könnten Sie möglicherweise in Betracht ziehen, an dem auf drei Jahre verkürzten Ausbildungsgang teilzunehmen.

Bieten Sie auch Weiterbildungsprogramme an?
Leider können wir gegenwärtig im Bereich «Kunst und Kommunikation» keine Weiterbildungsmassnahmen anbieten.

Kann ich Ihnen ein Angebot für einen Projektauftrag unterbreiten?
Bitte setzen Sie sich unbedingt mit uns in Verbindung! Wir untersuchen Ihr Projekt gemeinsam mit Ihnen und unterbreiten Ihnen gern ein Angebot für eine Zusammenarbeit, falls Ihr Projekt mit den Zielen der Praktika, die im Rahmen unserer eikonPRO-Ausbildung zu absolvieren sind, vereinbar ist.

Zukunftsaussichten

Der vielseitige Multimediabereich entwickelt sich ständig weiter und ist trotz seines ganzheitlichen Charakters hoch spezialisiert. Vor diesem Hintergrund fungiert die eikonEMF-Abteilung als «Trainingslager», in dem im Rahmen der eikonPRO-Struktur Projekte entwickelt werden. Die eikonEMF-Abteilung orientiert sich dabei immer an den neusten technologischen und gestalterischen Entwicklungen in folgenden Bereichen: Grafik und grafische Animation; Videoeffekte, Interaktivität und neue Datenträger. Das eikonPRO-Team untersteht dem Leiter der eikonPRO-Abteilung und setzt sich aus Lehrkräften zusammen, die im Multimediabereich arbeiten und für die Studenten des letzten Ausbildungsjahres zuständig sind, sowie aus Experten der jeweiligen Fachrichtungen.